Labor für empirische Bildwissenschaft (CReA)

Ziel des Labors für empirische Bildwissenschaft ist kunsthistorisches Wissen durch den Einsatz von empirischen und experimentellen Methoden zu erweitern. Projekte des Labors behandeln traditionelle kunsthistorische Fragen zu Werk und Rezeption wie auch transdisziplinäre Themen der empirischen Ästhetik, visuellen Kulturanalyse und Museologie.

Wir verbinden klassische Methoden der Kunstgeschichte mit digitalen und sozialwissenschaftlichen Zugängen – von der Diskursanalyse bis zum Aufbau von Datenbanken, vom Online-Fragebogen bis zum offenen Interview und Mapping. Ein besonderes Interesse liegt in der Erforschung von Blickbewegungen, die bei der Betrachtung von Kunst vollzogen werden. Dafür setzen wir stationäre und mobile Eye-Tracker ein und entwickeln eigene Softwarelösungen für die Datenanalyse. In einigen Studien verwenden wir auch Messungen der elektrodermalen Aktivität, facialEMG und EEG. Durch diesen erweiterten Methodenkanon, ein interdisziplinäres Team sowie nationale und internationale Kooperationen verbindet die Arbeit des Labors die Kunstgeschichte mit Kognitionswissenschaft, Psychologie, Soziologie, Philosophie und Informatik.

Das Labor für empirische Bildwissenschaft entstand 2006 an der Universität Heidelberg – wohl als weltweit erste Gründung dieser Art an einem kunsthistorischen Institut. Mit der Berufung von Prof. Rosenberg ist es seit 2009 am Institut für Kunstgeschichte der Universität Wien angesiedelt. Zu den projektbezogenen Fördergebern zählen DFG, FWF, ÖAW und WWTF.

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